
Hi, ich bin Fabian.
Wie ich aufgehört habe zu funktionieren
und angefangen habe zu leben.
Meine Überzeugung
Lange dachte ich, mein Problem sei mein Körper.
Später dachte ich, es seien meine Umstände.
Danach dachte ich, ich müsste einfach noch mehr verstehen.
Heute glaube ich:
Die meisten Menschen leiden nicht daran, dass ihnen etwas fehlt.
Sie leiden daran, dass sie den Kontakt zu sich selbst verloren haben.
Das hier ist meine Geschichte.
Meine Geschichte
AKT l:
Ich suchte Glück im Außen.
Als Jugendlicher war ich stark übergewichtig. Ich wurde gemobbt, war unsicher, und hatte das Gefühl: mit mir stimmt etwas nicht.
Also begann ich zu trainieren. Disziplin. Ernährung. Verzicht. Ich nahm über 20 Kilo ab. Und war mir sicher: jetzt beginnt endlich mein neues Leben.
Doch irgendwann stand ich vor dem Spiegel. Die Kilos waren weg. Aber das Gefühl, nach dem ich gesucht hatte, war immer noch nicht da.
Mein Körper hatte sich verändert. Ich nicht.
AKT ll:
Ich suchte Antworten im Innen.
Also traf ich eine radikale Entscheidung. Mit 27 packte ich mein Leben in sechs Kartons. Ich verließ Köln. Nicht weil ich wusste wohin. Sondern weil ich wusste: Ich musste alles loslassen, worüber ich mich bis dahin definiert hatte.
Es folgten Jahre intensiver innerer Arbeit. Meditation. Reisen. Stille. Ich wollte verstehen, wer ich wirklich bin.
Zum ersten Mal fand ich Antworten auf Fragen, die mich mein ganzes Leben begleitet hatten. Und zum ersten Mal wurde es still in mir.
Doch genau dort begann die schwerste Phase. Ich hatte mich komplett auseinandernehmen lassen. Alles, worüber ich mich definiert hatte, war verschwunden. Das Leben setzte mich auf Null. Ich musste zurück nach Köln. Und noch einmal ganz von vorne beginnen.
AKT lll
Ich lernte zu verkörpern.
Als ich zurückkam, hatte ich keinen Plan. Keinen festen Job. Ich wohnte bei meinem Vater auf der Couch. Und genau dort begann die eigentliche Arbeit.
Ich fing wieder an, mit Menschen zu arbeiten. Nicht mehr, um jemand zu werden. Sondern um Schritt für Schritt mein eigenes Leben wieder aufzubauen.
Ich begann zu boxen — nicht weil ich kämpfen wollte, sondern weil ich lernen musste, mich dem zu stellen, wovor ich mein Leben lang Angst hatte. Konflikten. Verantwortung. Angst. Und ich fand meine Stimme — buchstäblich. Ich lernte Gitarre. Ich fing an zu singen. Dort, wo früher Scham war, entstand langsam Freiheit.
Heute begleite ich Menschen auf genau diesem Weg. Nicht damit sie jemand anderes werden. Sondern damit sie wieder sie selbst werden.
Lange dachte ich, meine Geschichte handelt von Übergewicht.
Dann dachte ich, sie handelt von Suche.
Heute weiß ich: Sie handelt von Ausdruck.
Zurück zu dir. Mehr Lebendigkeit. Mehr Wahrheit.
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